Pressemitteilung: 21. Februar 2020

Küstenschutz gehört in die Verantwortung des Landes – deshalb muss die Landesregierung endlich handeln!

Gleich auf mehreren politischen Ebenen setzt sich die SPD für den Ostseeküstenschutz und insbesondere die Situation in Schleimünde ein. Während die Landtagsabgeordnete Birte Pauls im Landtag klare Worte zur Verankerung des Themas in die Aufgabenplanung des Naturparks Schlei fand, die neben den Umweltschutzaspekten dringend geboten ist, hat die Vorsitzende des Regionalentwicklungs- und Umweltausschusses im Kreistag Schleswig-Flensburg eine Resolution zu den Themen Ostseeküstenschutz und Schleimünde eingebracht, die die das Thema auf den Punkt bringt.

In der nun eingebrachten Resolution wird die Landesregierung aufgefordert, den Küstenschutz an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins in Abstimmung mit den regionalen Wasser- und Bodenverbänden als Aufgabe des Landes anzunehmen und kurzfristig geeignete Küstenschutzmaßnahmen im Bereich Schleimünde vorzunehmen – zum Erhalt der Sturmflutsicherheit und zum Schutz der dort unmittelbar lebenden Menschen, wobei Belange des Naturschutzes hinreichend mit einzubeziehen sind. Gleichzeitig müssen die Regionaldeiche an der Ostseeküste zu Landesdeichen werden. Petra Schulze beschreibt die dramatische Situation, die der Klimawandel an der hiesigen Ostseeküste hinterlässt: „Die Küste an der Ostsee wird durch immer häufigere Starkwindereignisse zunehmend und gravierend in Mitleidenschaft gezogen.

Starke Erosion und veränderte Strömungen bei tendenziell höheren Wasserständen bewirken ihr Übriges. Um mehrere Meter ist die Küstenlinie in den vergangenen zehn Jahren bereits zurückgegangen, wie auch im Bereich Schleimünde zu beobachten ist. Dieser Zustand ist unhaltbar und die bisherigen Schutzmaßnahmen haben keine dauerhafte Wirkung. Hier ist eindeutig das Land gefragt, da es sich um ein überregionales Problem handelt, dass nicht nur punktuell angegangen werden kann“, so Schulze weiter.

Die Landtagsabgeordnete Pauls, die im Oktober des vergangenen Jahres eine Bereisung nach Schleimünde organisiert hat, um gemeinsam mit Politikern aus Land und Kreistag einen Eindruck von der Situation vor Ort zu bekommen, pflichtet ihr bei: „Die Landesregierung muss endlich handeln. Denn die bisherige Haltung des Ministeriums, wonach es unter den jetzigen Umständen zu keinem Durchbruch in Schleimünde kommen wird und es geboten sei, der Ostsee ihren Lauf zu lassen, kann ich weder inhaltlich noch politisch nachvollziehen. Ich bezweifle sehr, dass diese Haltung die Kommunen an der Schlei beruhigt“, fasst Pauls die Eindrücke zusammen, die ihr bei Gesprächen vor Ort immer wieder nahegebracht werden.