Pressemitteilung: 28. Oktober 2019

SPD Kreistagsfraktion begrüßt Nachhaltigkeitsstrategie der Verwaltung
und schlägt Ergänzungen vor

Der Beschluss von Maßnahmen gegen den Klimawandel ist eine der zentralen politischen
Aufgaben unserer Zeit. Um der derzeitigen Entwicklung etwas entgegenzusetzen, bedarf es
keiner Schlagworte („Klimanotstand“) und keinem blinden Aktionismus. Gefragt sind vielmehr
konkrete Maßnahmen, die den Kreis voranbringen und fit für die Zukunft machen.
Die SPD Kreistagsfraktion lobt deshalb die nun von der Kreisverwaltung vorgelegte Nachhaltigkeitsstrategie
und die darin enthaltenen Maßnahmen, die gut geeignet sind, die umweltpolitische
Entwicklung im Kreis positiv zu beeinflussen.

Gleichzeitig schlägt die SPD-Kreistagsfraktion drei konkrete ergänzende Maßnahmen vor, die
insbesondere im Bereich Umwelt- und Klimaschutz wirken sollen.

1. Sanierungsprogramm für Fahrradwege

Das Fahrrad als Teil des Umweltverbundes ist eine wichtige Alternative zum Auto. Um einen
möglichst großen Anreiz zu schaffen, das Fahrrad regelmäßig zu nutzen, bedarf es eines guten
Fahrradwegenetzes um die notwendige Akzeptanz zu erreichen. Das sorgt neben einem
Angebot u.a. für Berufspendler auch dafür, den Kreis als touristische Destination für Radfahrer
attraktiver zu machen.

Die SPD fordert deshalb ein Konzept für die umfassende Sanierung/Attraktivierung des Radwegenetzes.
Gleichzeitig soll geprüft werden Anreize für die Gemeinden zur Modernisierung
des Radwegenetzes auf dieser Ebene geschaffen werden kann.

2. Mobilitäts-App

Im Kreis Schleswig-Flensburg gibt es eine Vielzahl von Pendlern, die regelmäßig ihren Arbeitsweg
mit dem Auto individuell zurücklegen. Dabei ist die Auslastung der einzelnen PKW
häufig nur sehr gering.

Die SPD fordert deshalb, Konzepte zur Bildung von Fahrgemeinschaften zu entwickeln. Ideal
wäre es, eine entsprechende App zu entwickeln, die das Angebot so niedrigschwellig wie möglich
gestaltet.

3. Fonds für Umweltbildung

Umweltbewusstes Handeln beginnt mit dem Verständnis für die Umwelt und die sie bestimmenden
Zusammenhänge. Deshalb fordert die SPD, dass insbesondere in Schulen und Vereinen
ein breites Angebot der Umweltbildung stattfinden kann. Es soll ein Anreiz für zusätzliche
Projekte initiiert und die Durchführung unterstützt werden.

Dafür soll der Kreis einen Fonds in Höhe von 5.000 € auflegen, der für die Durchführung von
kleineren Projekten der Umweltbildung im Kreis beantragt werden kann. Gleichzeitig wirbt der
Kreis weitere Sponsoren für den Fonds ein.

„Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm hat der Fachbereich ein schlüssiges Konzept vorgelegt,
dass wir unbedingt unterstützen wollen. Gleichzeitig schlagen wir insbesondere im Bereich der
Mobilität und der Bildung noch einige Komponenten vor, um das Konzept noch schlüssiger zu
machen. Unser Dank geht an Thorsten Roos und sein Team, die auch in diesem Bereich wieder
konkrete Vorschläge vorgelegt haben, statt sich hinter wohlklingenden Phrasen zu verstecken.
Das bringt den Kreis ein gutes Stück weiter“, so Petra Schulze, Umweltpolitische Sprecherin
der SPD-Kreistagsfraktion.