Die Arbeit des Ausschusses für Regionalentwicklung und Umwelt

Vorstellung der Arbeit des Ausschusses für Regionalentwicklung und Umwelt durch die Vorsitzende Petra Schulze (SPD) im Kreistag am 25.09.2019 

Petra Schulze

Regionalentwicklung und Umwelt – das sind Themen, die sich nicht ausschließen sondern gegenseitig bereichern können.

Das Motto unseres Fachbereiches lautet Zukunft. Nachhaltig. Gestalten.

Der Fachbereich 3 unter der Leitung von Thorsten Roos lebt dieses zumindest in den über 6 Jahren, die ich nun im Kreistag und auch Mitglied dieses Ausschusses bin, vorbildlich und zwar nicht nur als ganzen Satz sondern auch jede Vokabel für sich allein betrachtet.

Unser vom Budget her kleiner Ausschuss (nicht einmal 2% des Gesamthaushaltes) hat ein breites Themenspektrum, das im übrigen regelmäßig die Sitzungszeiten sprengt, und bedient mehrere  TOP- und Hauptziele Ziele der strategischen Zielplanung des Kreises bis 2030, u.a.:

  • Nachhaltiger Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Gesundheit in der Kreisregion
  • Sicherung und Ausbau von Erwerbstätigkeit und Wertschöpfung
  • und in Sachen Geschäftsprozessoptimierung sind wir voll dabei. Es haben sich bereits einzelne Sachgebiete als Piloten angeboten. Es wird nun z.B. die Bauverwaltung, explizit die Bauregistratur, sein, die einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung macht, in dem sie u.a. Neuanträge zukünftig Einscannen wird, also die digitale Bauakte startet.

Der Fachbereich Kreisentwicklung, Bau und Umwelt unterteilt sich in die drei Fachdienste Umwelt, die bereits erwähnte Bauverwaltung sowie den Fachdienst Bauaufsicht, Regionalentwicklung und Denkmalschutz.

Der Fachbereich 3 ist personell gut aufgestellt. Der Stellenplan wird umsichtig gestrickt gerade in Zeiten der Konsolidierung und  immer auch im Hinblick darauf, wie sagtest Du, Thorsten, „das Richtige richtig zu tun“, zu priorisieren und wenn nötig aus Gründen der Haushaltsräson auch mal Aufgaben bewusst zu reduzieren.

Alle Stellen – und es sind in den vergangenen 12 Monaten etliche hinzugekommen – sind mittlerweile besetzt (bis auf leider den Bauingenieur Welterbe) und das Raumangebot ist vollständig ausgeschöpft.

Im Benchmarking der Kreise bewegen sich unsere Fachdienste auf oberem Niveau. Hervorzuheben ist hier die Bauaufsicht mit einem Spitzenplatz.

Das Sachgebiet Regionalentwicklung hat sich personell gefunden und startet richtig durch.

Nennen möchte ich hier die Projekte Lasivermob oder auch die Erstellung einer kleinräumigen Bevölkerungsprognose, die einen höheren Zuzug in unsere Region errechnet hat als die Landeserhebungen vorhersagten, wir also eine sehr viel besser auf unsere Region zugeschnittene Datenbasis haben.

Im Sachgebiet Bauaufsicht/Denkmalschutz betreuen wir das Welterbe Danewerk

> baulich. Wir sind Eigentümer der Mauer und damit auch zur Instandhaltung verpflichtet

> im Rahmen Kreisentwicklung als quasi Infrastrukturprojekt unterstützen wir den Verein Haithabu-Danewerk seit kurzem personell mit unserer neu eingestellten Welterbemanagerin Frau Eggert, die sich um nachhaltige und verträgliche touristische Aufwertung kümmern wird.

Apropos Tourismus: Unser Ausschuss steht in engem Kontakt zu den 3 hier im Kreis agierenden Lokalen Tourismusorganisationen Grünes Binnenland, Ostseefjord Schlei und Flensburger Förde

Jede mit wachsenden Übernachtungszahlen aber unterschiedlichen Herausforderungen aber mit gleicher Kreativität und Innovationskraft.

Mit insgesamt EUR 120.000,00 finanziert der Kreis in jeder LTO ein Infrastrukturmanagement, das z.B. in Abstimmung mit Ämtern und Kommunen schaut, wo etwa Rad-, Wander- oder Reitwege touristisch besser erschlossen werden können.

In Sachen Wirtschaftsförderung arbeiten wir vertrauensvoll mit der Wireg zusammen und haben gerade in diesem  Sommer gemeinsam die Idee des Cowork-Land in die ländliche Region gebracht => Ein hochspannendes innovatives Projekt, für das wir Ausschussmitglieder seit der Erstinfo im Ausschuss alle Feuer und Flamme waren, weil es die Idee verfolgt, die Arbeit wieder zurück zu den Wohnorten der Menschen zu bringen. Eine Idee, die in Großstädten schon gang und gäbe ist.

Darüber hinaus ist geplant, die neue Stelle eines Energiewende und Umweltmanagers bei der Wireg zu finanzieren. Unser Ansatz ist hier, dass wir aus der großen Kapazitäten an Erneuerbarer Energie gerade im Kreis auch eine hohe Wertschöpfung generieren, z.B. durch Systemkopplung, z.B: durch Entwicklung der Wasserstofftechnologie.

Abschließend möchte ich zu dem Themenkomplex kommen, der nicht nur die Öffentlichkeit sondern auch unseren Ausschuss extrem fordert, nämlich dem Klimawandel und dem Artensterben.

Das Fachgebiet Umwelt mit den Sachgebieten Naturschutz , Artenschutz/Umweltplanung, Wasserwirtschaft, Umweltverwaltung, Boden/Grundwasser ist Tag für Tag stark gefordert

  • schlechte Wasserqualitäten, ein aktuelles Gutachten über die Schlei sagt dies beispielhaft sehr deutlich
  • Wir haben schlechte Bodenqualitäten und einen immensen Artenverlust durch Monokultur, Überdüngung etc.

 

Wie macht man auch hier das Richtige richtig?

Wir wollen das mit unserem neuen Produkt Klimaschutz ab nächstem Jahr noch effektiver Controllen.

Wir entwickeln hier objektive Indikatoren, die uns eine bessere Steuerungsmöglichkeit und Transparenz geben sollen.

Integriertes Umweltprogramm: einzigartig in seiner umfassenden Analyse und seinem Wirkungsansatz. Verstetigung der langsam auslaufenden Ausgleichsgelder durch atmende Zuschüsse…500.000 EUR geplant für 2020, so dass wir pro Jahr ein beständiges Budget von MIO 2 EUR für Ausgleichsmaßnahmen zur Verfügung haben.

  • Monitoring landesweit ohne Beispiel
  • perspektivisch: Entwicklung der Berechnungsgrundlage für Klimazertifikate, d.h. wie können wir ökoligische Maßnahmen auch monetär für uns zu Nutze machen.
  • Entwurf für ein Schleiprogramm
  • Anforderung für einen runden Tisch Flensburger Förde
  • Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit Homepage FD Umwelt startet Ende des Jahres, denn tue das Richtige und rede auch darüber.

Daher: Wir sind nach intensiver Diskussion im Ausschuss alle miteinander der Überzeugung, dass es im Kreis SL-FL nicht des Ausrufens eines Klimanotstandes bedarf.

Sondern wir arbeiten an unserer ökologischen Nachhaltigkeitsstrategie, an konkreten greifbaren Maßnahmen.

  • Workshop im Oktober. Empfehlung Ausschuss November-Sitzung, für den Kreistag im Dezember

Wir sind auf einem guten Weg!

Meine Damen und Herren, ich hoffe, Ihnen hat mein kurzer Parfource-Ritt durch unsere Ausschussarbeit aber auch durch die Aufgaben des Fachbereichs 3 gefallen und Ihr Interesse geweckt.

Ich bedanke mich bei den Mitgliedern meines Ausschusses für die stets lebendige aber immer konstruktive Diskussion.

Und ich bedanke mich herzlich bei den Mitarbeitenden des Fachbereichs für die wirklich gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Abschließend möchte ich an Sie (und Thorsten bitte trage das in Dein Team weiter) das Zitat eines Projektleiter der SH Netz in der letzten Woche weitergeben, der Ihnen aufgrund Ihrer offenen Lösungsorientierten Arbeitsweise eine Zitat „Glatte 1“ – vergibt.

Das kann ich nur voll und ganz unterstützen.

Vielen Dank!